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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Mittwoch, 11. September 2019; 23:27
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Wien/Kultur/Initiativen:

> Einstweilen kein Nordbahnhallen-Abriß

Unter dem Titel "SOS Nordbahnhalle" werden Unterstützungen für den Erhalt
dieser Begegnungs- und Veranstaltungshalle im Stadtentwicklungsgebiet auf
dem ehemaligen Frachtenbahnhof Wien-Nord gesammelt.

"Der hintere Teil der Nordbahnhalle bleibt deswegen vorerst erhalten", ist
seit kurzem auf einer Informationstafel zu lesen, die die Stadt Wien bei der
Nordbahnhalle aufgestellt hat. "Um einen Ausgleich der Interessen zu
ermöglichen, hat die Stadt eine Nachdenkpause ausgerufen."

Eigentlich war befürchtet worden, daß die Stadt mit Anfang August mit dem
Abriß beginnt. Diese Gefahr scheint nun fürs Erste gebannt. Aber warum geht
es da überhaupt? Eine Erläuterung der Nutzungsinitiative "IG Nordbahnhalle":

"Die Nordbahnhalle, zunächst als temporäre Zwischennutzung ehemaliger
Lagerhallen konzipiert, hat sich als hoch frequentierter, offener,
lebendiger und vielseitig genutzter Ort ohne Konsumzwang für die
Nachbarschaft, kulturelle und soziale Initiativen etabliert.

Das vielfältige Potenzial der Nordbahnhalle als Teil der Stadtwildnis 'Freie
Mitte' hat in den letzten zwei Jahren 200.000 Besucher*innen zur Teilnahme
an 521 Veranstaltungen angelockt. Sei es zu Theaterstücken, Märkten,
Open-Air-Kino, Radrennen, Tischtennis- und Minigolf-Turnieren, Festivals,
Vorträgen und Diskussionen. Das zeigt deutlich den enormen Bedarf nach
diesem Ort in einem Stadtentwicklungsgebiet, in dem bald 20.000 Menschen
leben und ebensoviele arbeiten werden.

Das besondere Ensemble ist auch der Fachwelt nicht verborgen geblieben: 'Die
Stadtwildnis und die Nordbahnhalle ergänzen sich wechselseitig und haben das
Potential, dem Stadtentwicklungsgebiet eine einzigartige Identität zu geben.
Diese Chance nicht zu nutzen, wäre ein großes Versäumnis', unterstützt Gerd
Erhartt, Co-Gründer von querkraft Architekten, das Anliegen. [...] Die »IG
Nordbahnhalle«, ein offener Zusammenschluss aus Nutzer*innen,
Künstler*innen, Stadtforscher*innen, Nachbar*innen und Besucher*innen, will
das großartige Ensemble aus Halle, Wasserturm und grüner Stadtwildnis als
breit zugänglichen, konsumfreien Ort erhalten und weiterentwickeln. Es soll
ein gemeinwohlorientiertes Modellprojekt für Nachbarschaft, Kultur und
Soziales entstehen."

Mehr Infos und den Link zur Petition gibt es unter:
http://ig-nordbahnhalle.org/



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