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akin-Pressedienst.
Aussendungszeitpunkt: Dienstag, 9. Maerz 2010; 21:47
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Slowakei/Kapitalismus:

> Die Sache mit der Statistik

In der Slowakei laeuft trotz Krise alles bestens. Oder so.

Die Wirtschaftsdaten der Slowakei waren lange Zeit nicht berauschend.
In den letzten Jahren vor der Krise boomte aber das Geschaeft. 2007
war der Maximalwert von 10% BIP-Wachstum erreicht, 2008 waren es
immerhin noch 6,4%. 2009 hatte auch die Slowakei ein
"Negativ-Wachstum". Gleichzeitig zogen in den letzten Jahren die
Preise an, auch wegen der Steuerreform 2004 und der Euro-Einfuehrung
2009, sodass jetzt das Preisniveau kaum mehr unter dem Niveau
Oesterreichs liegt.

Doch auch die Loehne sind gestiegen. Sogar 2009, wie die Statistik
vermerkt. Der Durchschnittslohn betrug letztes Jahr 23 Euro mehr als
2008. Doch glaube nie einer Statistik, die du nicht selbst gebogen
hast. Das Osteuropa-Wirtschaftsmagazin "Centropolitan" merkt dazu an:
"Die Zahlen fuehren in die Irre. Viele Firmen entliessen naemlich in
erster Linie die verzichtbareren Mitarbeiter der unteren
Qualifikations- und Gehaltsebenen, waehrend man die gut qualifizierten
und spezialisierten Mitarbeiter hielt." Die Arbeitslosigkeit stieg von
10% Ende 2008 auf zuletzt gemeldete 13%.

Jedoch sind sind die Gehaelter fuer diejenigen, die Arbeit haben, auch
in absoluten Zahlen nicht so toll. Der Durchschnittslohn betrug 2009
gerade einmal 722 Euro. Waehrend man aber in Bratislava im Schnitt
noch mit 951 Euro rechnen kann, muss man in Prešov, dem
nordoestlichsten Winkel des Landes, mit 545 Euro auskommen. Und das
sind alles Bruttoloehne.
-br-

Quellen u.a.: Wikipedia, Sueddeutsche, Wirtschaftskammer und
http://www.centropolitan.eu/cee-manager/statistische-fehlleistung.html




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