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Posttarife/Kommentar:

> OeAK als Tarifhuerde?

Wohin laeuft der Hase in Sachen Postzeitungsver-sand? Am 14. April war
in der Online-Ausgabe des "Standard" zu lesen: "[...] Bisher wurden
der Post vom Bund 900 Millionen Schilling fuer den Zeitungsdienst
ueberwiesen. Diese Summe soll kuenftig auf 200 Millionen reduziert
werden. 'Zweifellos sehr wenig', so [der Generalsekretaer des
Verbandes Oesterreichischer Zeitungen (VOeZ), Walter] Schaffelhofer.
[Infrastrukturminister Michael] Schmid will dieses Geld vor allem fuer
die Transportkosten von karitativen und gemeinnuetzigen Organisationen
und Vereinen verwenden. Fuer die Zeitungen soll es ein neues
Tarifmodell der Post geben. Die OeVP sprach sich zuletzt dafuer aus,
dass auch fuer Kaufzeitungen eine Loesung gefunden wird. Das Problem:
Laut Statistik gibt es derzeit ueber 1.500 Kaufzeitungen, die unter
den Postzeitungsdienst fallen. VOeZ-Generalsekretaer Schaffelhofer
kann sich vorstellen, dass kuenftig nur Medien in den Genuss des
ermaeszigten Tarifes kommen, die an der Oesterreichischen
Auflagenkontrolle (OeAK) teilnehmen und mehrheitlich verkauft werden.
'Das waere ein brauchbares Instrument.' Gegenwaertig sind in der OeAK
etwa 150 Titel vertreten. Grundsaetzlich sind die Verleger aber der
Meinung, dass der Postzeitungsdienst als solcher erhalten bleiben
soll. [...]"

So wie es aussieht, versucht das Establishment mit guten Chancen seine
Schaefchen ins Trockene zu bringen. Die von der OeVP als karitativ
angesehenen Institutionen werden entschaedigt und die auflagenstarken
Publikationen urgieren ebenfalls fuer sich einen billigen Tarif. Denn
sollte die OeAK wirklich als Steuerungsinstrument hinzugezogen werden,
wuerden zwar auch die auflagenstarken Gratisanzeigenblaetter -- die ja
keine "verkaufte Auflage" nachweisen koennen --, aber eben auch die
Kleinpublikationen getroffen. Laut Auskunft des VOeZ -- der die OeAK
ja selbst anbietet -- wuerde eine Auflagenpruefung fuer ein Blatt wie
die akin 11.000 Schilling kosten. Monatsmagazine mit kleiner Auflage
kosten gar oeS 13.000,-. Nachdem anzunehmen ist, dasz es auch fuer
OeAK-Zeitungen zu einer wenn auch moderaten Anhebung der Posttarife
kommen wird, kann man davon ausgehen, dasz fuer viele Publikationen
diese Variante aehnlich teuer wie der nicht ermaeszigte Tarif kaeme.
Ein Bravo dem VOeZ fuer diesen tollen Vorschlag. *Bernhard Redl*


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